Beziehung

Als soziale Wesen streben wir danach, Teil einer Gemeinschaft zu sein, ohne Herkunftsbezüge aufzugeben. Integration, verstanden als soziale Teilhabe, hat daher zuallererst eine emotionale, zwischenmenschliche Komponente. Menschen, die neu ankommen, sehnen sich nach Sicherheit, emotionaler Stabilität und sind darum bemüht, neue soziale Beziehungen aufzubauen. Durch das Eingehen von neuen Beziehungen finden Geflüchtete einen Zugang zur Gemeinschaft. Sie werden mit der Funktionsweise und den Traditionen dieser Gemeinschaft vertraut und können ein neues soziales Sicherheitsnetz aufbauen, das trägt. Geflüchtete stehen dabei vor der Herausforderung, frühere Bezüge und jene, die neu erwachsen, in Einklang
zu bringen. Dies kann zu einer schwierigen Aufgabe werden, denn nicht jeder Mensch hat die gleichen Fähigkeiten, mit dieser inneren Spannung umzugehen. Sichere, stabilisierende und vertrauensvolle Beziehungen helfen.

SETZTEN WIR UNS GEMEINSAM DAFÜR EIN, DASS GEFLÜCHTETE EINE NEUE HEIMAT IN DEN GEMEINDEN FINDEN UND ANKOMMEN

Als Kirche heben wir, dieses personale Fundament sozialer Teilhabe hervor und bemühen uns, es durch Begegnung und Dialog zu fördern und zu gestalten. Nur so wachsen neue soziale Bande. Hier liegen große Potenziale für die Beiträge vieler Ehrenamtlicher und Gemeindemitglieder. Durch ihr Engagement treten sie in Beziehung zu Geflüchteten und ebnen den Weg zur Identifikation und sozialer Teilhabe. Hauptamtliche aus Pastoral, Caritas und im Gemeinwesen fördern diesen Prozess, indem sie bspw. ebenfalls auf Geflüchtete und weitere Gemeindemitglieder zugehen und diese motivieren, an Angeboten zur Begegnung teilzunehmen. Sie richten Orte des Austausches und der Begegnung ein und begleiten die Prozesse der Gemeinschaftsbildung durch fachliche Beiträge und Organisation von notwendiger Infrastruktur über staatliche Stellen hinaus. Als Bistum und Caritas fördern wir diese und weitere Maßnahmen.