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Teilhabe und soziale Beziehungen

Der Mensch ist von Natur ein soziales Wesen. Ein gut ausgebautes soziales Netz von stabilen Beziehungen in der Familie, unter FreundInnen, NachbarInnen und Bekannten ist für jeden Menschen wichtig und verstärkt das Gefühl beheimatet und sicher zu sein.

Geflüchtete jedoch sind gezwungen, ihr soziales Umfeld und damit auch ihr stützendes soziales Netz in ihrer Heimat aufzugeben. Zusätzlich zu den Fremdheitserfahrungen der Geflüchteten am neuen Ankunftsort verstärkt dieser Umstand oft das Gefühl von Hilflosigkeit und Heimatlosigkeit. Es ist also nachvollziehbar das Menschen in solchen Lebenssituationen sehr bemüht sind, nicht nur durch Erlangen eines Aufenthaltsstatus wieder Sicherheit zu bekommen, sondern auch indem Sie neue Beziehungen knüpfen. Letzteres hat einen großen Anteil daran, ob sich Geflüchtete in Ihrem neuen Wohnort sicher und wohl fühlen. In keinem anderen Bereich ist der Einsatz von Ehrenamtlichen so wichtig wie in diesem  denn sie können Geflüchtete ein Gefühl von Heimat vermitteln.

  • Begleitung im Alltag

    In Ihrer Heimat haben Geflüchtete einen eigenständig gelebten und gestalteten Alltag geführt. In Deutschland jedoch ist das alltägliche Leben nicht nur unbekannt, sondern in der ersten Phase der Ankunft durch das Asylverfahren und den anschließenden Schritten fremdbestimmt. Die geflüchteten Menschen sind jedoch hoch motiviert alle erdenklichen Schritte schnell zu gehen, um endlich anzukommen und einen eigenständigen Alltag zu finden. Eine Begleitung und Unterstützung bei alltäglichen Dingen (Einkaufen, kennen lernen der Umgebung und der Nachbarschaft, Internetzgang, etc.) ist gerade in der Ankunftszeit sehr hilfreich. Vielerorts haben länger ansässige Menschen Patenschaften für Geflüchtete übernommen, um Sie in dieser Ankunftszeit zu begleiten. Die Patenschaft sollte aber stets darin münden, dass Geflüchtete Ihren Alltag möglichst schnell eigenständig führen können. Der Diözesan-Caritasverband verfügt über reichhaltige Erfahrungen in unterschiedlichen Patenbereichen.

  • Begegnung und Freizeit

    Oftmals sind Geflüchtete gezwungen eine lange Wartezeit zu überbrücken. Diese Verzögerungen kosten viel Kraft und Geduld. Auch hierbei können Ehrenamtliche viel leisten und zusammen mit Orts- und Kirchengemeinden, Vereinen und Verbänden in der Nachbarschaft Gestaltungsmöglichkeiten anbieten und Orte der Begegnung schaffen. Im Bistum Trier sind vielerorts Begegnungscafés entstanden, die das Gemeinwesen im Ort anregen.

    Vereine sind zudem eine wichtiger Ort der Integration, ob Traditions-, Sport-, Hobby- oder Musikverein. Diese Form der Organisation des Miteinander ist Geflüchteten oft nicht bekannt und Ihre Wirkung zudem oft unterschätzt. Wenn Sie interessierte Geflüchtete kennen, können Sie im Dialog mit den Vereinen oft ermäßigte Beiträge ermöglichen. Ob im Begegnungscafé, bei gemeinsam geplanten Veranstaltungen, beim Sport oder anderen Aktivitäten beispielsweise in Vereinen, können Geflüchtete ein neues soziales Netz aufbauen und sich einbringen. Sie sind oft hoch motiviert, ihre Sprachkenntnisse in Gesprächskreisen, Sport und Hobbygruppen zu erweitern, das soziale Leben in Deutschland kennen zu lernen, um aktiv daran teilnehmen zu können.

  • Angebote für Kinder, Frauen und Männer

    Es gibt viele Möglichkeiten Freizeitangebote für Kinder, Frauen und Männer zu öffnen oder neue Angebote zu entwickeln. Vielleicht haben Sie schon Ideen.

    • die Kooperation mit einem Sportverein in der Nähe
    • Angebote der Hausaufgabenhilfe
    • Angebote der Sprachförderung und –begleitung für Erwachsene
    • Spielkreise
    • Kunstaktionen
    • Ausflüge in den Stadtwald, Parks, Zoo und Museen
    • Einladung in Jugendzentren, Frauen- und Familientreffs
    • Teilnahme von Flüchtlingskindern an Ferien- und Freizeitaktivitäten
    • Teilnahme an Familienfreizeit
    • Teilnahme an Jugendgruppen
    • Gartenbauprojekte

    Die finanzielle Förderung von sportlichen Aktivitäten, Nachhilfe oder Teilnahme an Ferienmaßnahmen ist teilweise durch das „Bildungs- und Teilhabepaket“ für sozial benachteiligte Kinder über das Sozialamt förderfähig. Natürlich müssen auch hierfür wieder die erforderlichen Anträge gestellt werden! Sprechen sie sich am besten mit Beratungsstellen vor Ort ab, um Bedarfe und Finanzierungsmöglichkeiten zu erfahren.

    Auch mit erwachsenen Geflüchteten können sich gemeinsame Aktivitäten finden lassen. Der Spaß an gemeinsamen handwerklichen Aktivitäten lässt sich teilen, am kreativem Tun, Gesprächen, Lernen und natürlich auch an der Entdeckung der Umgebung. Geflüchtete möchten vielleicht mehr von den neuen Kulturen entdecken oder ihre eigene Kultur präsentieren. Interkulturelle Begegnungen und Kontaktaufnahme zu bereits „Einheimischen“ sind dabei hilfreich.

  • Unterstützung fürs Ehrenamt

    Ob Sie sich für die Unterstützung eines einzelnen Menschen oder einer Gruppe entscheiden: Sie werden gebraucht. Es gibt viel zu tun. Aber Sie müssen nichts allein machen. Wir sorgen gern für KooperationspartnerInnen und helfen auch bei der Beantragung erforderlicher Mittel. Im Bistum Trier gibt es TandempartnerInnen aus Caritas und Seelsorge, die Ansprechpartner für Ehrenamtliche in der Hilfe für Geflüchtete sind. Diese Ansprechpartner sind gut vernetzt und über mögliche Finanzierungs- und Fördermittel informiert. Auch viele Städte und Kommunen, sowie andere Wohlfahrtsverbände haben AnsprechpartnerInnen für Ehrenamtliche in der Hilfe für Geflüchtete.

  • Links und Inforamtionen
  • Sich engagieren
  • Auf einen Blick
  • Unterstützen Sie Geflüchtete in der ersten Phase beim Einkaufen
  • Helfen Sie Ihnen bei der Suche nach Lebensmittelgeschäften, die Produkte aus ihrer Heimat verkaufen
  • Sie können Geflüchtete mit Ihrer Erlaubnis zu Behörden oder Ärzten begleiten
  • Denken Sie immer an Ihre Schweigepflicht, wenn sie persönliche Daten erfahren
  • Helfen Sie beim Vereinbaren von Terminen
  • Unterstützen sie Geflüchtete, sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurecht zu finden
  • Unterstützen Sie Geflüchteten beim Einrichten ihrer Wohnung
  • Organisieren Sie Freizeitaktivitäten die Spaß machen
  • Organisieren Sie Förderangebote bspw. Hausaufgaben- oder Sprachhilfe
  • Helfen Sie bei der Organisation von Begegnungsveranstaltungen
  • Sie können Kleiderkammern oder Flohmärkte veranstalten
  • Nehmen Sie Kontakt mit Vereinen auf und animieren Sie zur Mitwirkung
  • Lassen sie sich zum Tee, Kaffee oder vielleicht auch mal zum gemeinsamen Essen einladen
  • Ermutigen Sie Geflüchtete bei Festen und Veranstaltungen mitzuwirken
  • Finden Sie heraus welche Begabung die Geflüchteten mitbringen und unterstützen Sie darin, diese in die Gemeinschaft einzubringen
  • Nutzen Sie beispielsweise Ihre Ortskenntnis oder Ihre Kontakte zu Betrieben um Praktika zu ermöglichen
  • Ebnen Sie Geflüchteten den Weg zu Beratungsstellen
  • Geflüchtete mussten ihr soziales Umfeld in Ihrer Heimat aufgeben
  • Geflüchtete sind oft hoch motiviert wieder einen Alltag zu finden und Beziehung zu Einheimischen aufzubauen
  • Ehrenamtliche und Einheimische können Geflüchtete unterstützen
  • In der Ankunftszeit ist Begleitung und Unterstützung im Alltag wichtig und hilfreich
  • Ziel der ehrenamtlichen Unterstützung ist das Wiedererlangen der Selbstständigkeit
  • Angebote zur Förderung durch Spiel- und Freizeitangebote, Orte der Begegnung und des Austausches und die Mitgliedschaft in Vereinen sind für die Integration wichtig
  • Geflüchtete können und möchten sich einbringen
  • Ehrenamtliche können auf die Unterstützung von Hauptamtlichen zurückgreifen