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Der Zugang zum Arbeitsmarkt

Der wohl wichtigste Schritt bei der gesellschaftlichen Integration ist neben dem Erlernen der deutschen Sprache die Integration in Arbeit. Die Voraussetzungen einer gelingenden Arbeitsmarktintegration sind zwar aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage günstig. Wir wissen aber auch, dass die Gruppe der Geflüchteten besonders hohe Hürden beim Arbeitsmarktzugang zu überwinden hat.

Allein die sprachlichen Defizite im Alltag sind oft enorm, in der Arbeitswelt kommen nun noch Fachbegriffe dazu. Diese müssen sich die neuen Fachkräfte dann erst einmal aneignen und verstehen. Zudem ist neben den Genehmigungen, eine Beschäftigung ausüben zu können, auch die Anerkennung schon vorhandener im Ausland erworbener Abschlüsse wichtig. Es gibt verschiedene Stellen im gesamten Bundesgebiet, die Zeugnisse und Abschlüsse der Geflüchteten prüfen und anerkennen können, wie zum Beispiel die IQ-Netzwerke. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Beratungsstelle wo sich die zuständige Einrichtung befindet.

Damit die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Menschen gelingen kann, sind eine individuelle Planung und Begleitung, das Zusammenwirken aller Akteure am Arbeitsmarkt und die ehrliche Einschätzung der Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt wichtig.

Der Zugang zum Arbeitsmarkt ergibt sich aus den jeweiligen Aufenthaltstiteln:

  • Aufenthaltsgestattung

    Personen, die eine Aufenthaltsgestattung haben, können nach einem Aufenthalt von drei Monaten von der Ausländerbehörde die Genehmigung zur Ausübung einer Beschäftigung erhalten.

  • Duldung

    Für Personen mit einer Duldung gilt die Wartefrist von drei Monaten ebenfalls, die mit ihrer Erteilung beginnt, wobei Aufenthaltszeiten die bereits vor der Erteilung der Duldung bestanden, angerechnet werden. Auch Personen mit Duldung müssen vor Beginn einer Beschäftigung eine Genehmigung der Ausländerbehörde einholen.
    Ausnahmen beim Arbeitsmarktzugang gibt es für Personen mit Aufenthaltsgestattung und Duldung aus den festgelegten sicheren Herkunftsstaaten: Sie dürfen für die gesamte Zeit des Asylverfahrens oder des geduldeten Aufenthalts nicht arbeiten.

  • Aufenthaltserlaubnis

    Anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber mit einer Aufenthaltserlaubnis bis zu 3 Jahren dürfen grundsätzlich ohne Einschränkung einer unselbständigen oder selbständigen Tätigkeit ausüben. Wurde nach dem Asylverfahren nur ein Abschiebungsverbot ausgesprochen, entscheidet die Ausländerbehörde im Einzelfall, ob eine Genehmigung zur Ausübung einer Beschäftigung erteilt wird.

    Geflüchteten in den Arbeitsmarkt zu integrieren wird in den nächsten Jahren eine der wichtigsten Aufgaben für den Zusammenhalt der Gesellschaft darstellen.

    Es gibt diverse Maßnahmen und Projekte, die  bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen. Zuständig für diese Angebote sind in der Regel die Jobcenter, bei denen Sie sich informieren können.

  • Arbeitsmarktintegration in die Berufe der Sozial- und Gesundheitswirtschaft

    Grundidee der Arbeitsmarktinitiative "Soziales intregiert" ist es, die große Herausforderung der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zusammenzubringen mit dem hohen Fachkräftebedarf in den Berufen des Sozial- und Gesundheitswesens. Entwickelt wurde sie von der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Rheinland-Pfalz e.V.

    Wir wissen, dass es hierzu erheblicher Anstrengungen bedarf. Viele geflüchtete Menschen verfügen weder über die sprachlichen noch die formalen Voraussetzungen für einen direkten Einstieg in eine Ausbildung oder Beschäftigung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Berufsbilder in den Herkunftsländern oftmals nicht bekannt sind. Deshalb werden Maßnahmen zur Orientierung in sozialen und pflegerischen Berufen angeboten als auch gezielte Vorqualifizierungen zum Einstieg in Ausbildung und Beschäftigung. Die Initiative wird in Rheinland-Pfalz an drei Pilotstandorten umgesetzt, davon zwei im Bistum Trier. Der verbandlichen Caritas obliegt in den Pilotregionen Bad Kreuznach und in der Region Neuwied-Koblenz-Mayen/Andernach die Federführung. Durchgeführt werden Orientierungs- und Qualifizierungsangebote.

    Unterstützt wird "Soziales integriert" von der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit und des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie.

    Auch die Kammern bieten eigene Unterstützungsangebote zur Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten an. Sprechen Sie hier Ihre Beratungsstelle für weitere Informationen an.

  • Links und Inforamtionen
  • Sich engagieren
  • Auf einen Blick
  • Der jeweilige Status eines Geflüchteten spielt bei der Integration in den Arbeitsmarkt eine Rolle
  • Personen aus sicheren Herkunftsländern dürfen keiner Beschäftigung nachgehen
  • Die Anerkennung von Abschlüssen, die im Ausland erworben wurde ist möglich und muss beantragt werden
  • Zur Integration in den Arbeitsmarkt als eine vorrangige Zukunftsaufgabe, gibt es verschiedene Förderprojekte
  • Nehmen Sie bei Arbeitsmarktfragen Kontakt zu einer Beratungsstelle auf und überlegen Sie mit, welche Fördermöglichkeiten sinnvoll sind
  • Erkundigen Sie sich bei den Beratungsstellen nach den Möglichkeiten der Anerkennung von Berufen, die im Ausland erworben wurden und helfen Sie, dass die benötigten Dokumente für einen Termin bei einer Beratungsstellung zur Anerkennung vorhanden sind
  • Helfen Sie beim Erstellen von Bewerbungen und geben Sie Unterstützung bei der Vorbereitung von Vorstellungsgesprächen